
Saarbrücken, DAPD. Für eine Verlängerung des derzeitigen Lockdowns hat sich Tobias Hans ausgesprochen. Insbesondere mit Blick auf die neue Virus-Mutation B.1.1.7 mit ihrer erhöhten Ansteckungsgefahr dürften Bund und Länder keine weiteren Risiken eingehen. Das sagte Hans „dpa“ zufolge den Zeitungen der „Funke Mediengruppe“.
„Unsere Krankenhäuser sind an der Grenze ihrer Belastbarkeit, und ohne eine Verlängerung des Lockdowns bekommen wir die Lage nicht dauerhaft in den Griff“, so der CDU-Politiker.
Um eine dritte Corona-Welle zu verhindern, müsse man laut Hans an einem „harten Lockdown“ festhalten. „Vorschnelle Lockerungen können uns wieder im Kampf gegen die Pandemie zurückwerfen, das ist die leidvolle Lehre aus den Erfahrungen des vergangenen Jahres.“ Um das Infektionsgeschehen überall möglichst gering zu halten, sei auch ein Regelbetrieb an Schulen und Kitas im Januar in der derzeitigen Lage kaum denkbar.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsident:innen der Länder wollen am Dienstag über das Vorgehen in der Corona-Krise über den 10. Januar hinaus entscheiden. Bis dahin gelten die aktuellen strikten Eindämmungsmaßnahmen.
Die in Großbritannien entdeckte Virus-Mutation war Ende des vergangenen Jahres auch in Deutschland nachgewiesen worden. Sie ist nach Einschätzung von Wissenschaftler:innen deutlich ansteckender als die bisher bekannte Version. (DAPD)
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