139 neue Corona-Fälle: Saarland stockt Impf-Termine auf

Ein Abstrichstäbchen wird in einer ambulanten Corona-Test-Einrichtung gehalten. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Saarbrücken, DAPD. Das Saarland stockt die Termine für Corona-Impfungen auf. So können in den Impfzentren des Landes vom kommenden Montag an weitere Termine vereinbart werden. Das teilte das Gesundheitsministerium in Saarbrücken mit. Demnach seien noch bis zum 16. Januar täglich etwa 180 Impfungen vorgesehen. Vom 18. Januar an sind jedoch «täglich rund 580 zusätzliche Impfungen in den Impfzentren vorgesehen», heißt es in einer Mitteilung vom Samstag. Insgesamt sollen so bis Ende Januar 8700 zusätzliche Impfungen in den Zentren des Saarlandes möglich sein. Man wolle «so schnell wie möglich so viele Menschen wie möglich» impfen, teilte Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) mit.

Gleichwohl lasse es die aktuelle Menge an gelieferten Impfstoffdosen nicht zu, dass gleich alle Menschen geimpft werden können, die das möchten. «Wir sind ganz am Anfang und bitten um etwas Geduld, bis wir die notwendige Anzahl an Impfdosen haben, um das Angebot weiter zu erhöhen», wird die Ministerin in der Mitteilung zitiert. Jeder, der geimpft werden wolle, werde im Laufe der Zeit auch geimpft: «Weitere Impftermine werden kontinuierlich freigeschaltet, sobald die erforderliche Menge an Impfstoff verfügbar ist.» Bereits Mitte der Woche hatte das Gesundheitsministerium angekündigt, dass das Saarland am 8. Januar weiteren Corona-Impfstoff erhält.

Die Zahl der Infizierten stieg am Samstag um 139 auf aktuell 1811. Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie in dem Bundesland 20 620 Fälle registriert. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums (Stand: 17.00 Uhr) beträgt die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus jetzt 475. Gegenwärtig würden 280 an Covid-19 Erkrankte stationär behandelt, davon 62 intensivmedizinisch. Den jüngsten Inzidenzwert gab das Ressort mit 121,5 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen der vergangenen sieben Tage an.

Über die Feiertage und zur Jahreswende wurde allerdings möglicherweise weniger getestet und nicht alle Gesundheitsämter haben das Infektionsgeschehen vollständig gemeldet. Die Zahlen sind deshalb nur bedingt vergleichbar mit den Angaben der Vergangenheit.

Das Saarland hatte als erstes Bundesland bereits am 24. Dezember eine Hotline zur Vergabe von Impfterminen freigeschaltet. Die verfügbaren 12 000 Termine bis Ende Januar waren schnell vergeben. Bachmann zufolge überwiegt die Nachfrage deutlich die derzeitige Verfügbarkeit an Impfstoff. Das zeige, dass die Impfbereitschaft sehr hoch sei. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) waren zum Jahresbeginn bereits 3316 Menschen im Saarland geimpft (Stand 2. Januar, 8.00 Uhr). 1294 der geimpften Frauen und Männer lebten demnach in Pflegeheimen. (DAPD)

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