Kanzlerin Merkel spricht zum letzten Mal zum Jahreswechsel

Angela Merkels Neujahrsansprache: Was für ein Jahr | BR24

Berlin, DAPD. Es ist ihre letzte Neujahrsansprache. Denn am Ende des Jahres 2021 will Angela Merkel nicht mehr Kanzlerin sein. So wird sie sich jedes Wort genau überlegt haben. Die Corona-Krise ist das beherrschende Thema ihrer Rede: „Diese Tage und Wochen, da gibt es nichts zu beschönigen, sind schwere Zeiten für unser Land. Und so wird es auch noch eine ganze Weile bleiben“, erklärt Merkel im vorab veröffentlichten Redetext. Es werde noch eine ganze Zeit an den Bürgern liegen, wie Deutschland durch die Pandemie komme: „Der Winter ist und bleibt hart.“

Mit Blick auf die vergangenen Sonntag angelaufene Impfkampagne sagte Merkel, seit wenigen Tagen habe die Hoffnung Gesichter: „Es sind die Gesichter der ersten Geimpften, der ganz Alten und ihrer Pfleger und Pflegerinnen, des medizinischen Personals auf den Intensivstationen – nicht nur bei uns, sondern in allen europäischen und vielen anderen Ländern.“ Tagtäglich würden es mehr, schrittweise würden andere Alters- und Berufsgruppen dazukommen – und dann alle, die es wollten.

„Auch ich werde mich impfen lassen, wenn ich an der Reihe bin“, betonte die 66-Jährige, die bei der Bundestagswahl im September nicht mehr antritt. Sie verwies in ihrer Rede darauf und sagte: „Ich denke, ich übertreibe nicht, wenn ich sage: Nie in den letzten 15 Jahren haben wir alle das alte Jahr als so schwer empfunden – und nie haben wir trotz aller Sorgen und mancher Skepsis mit so viel Hoffnung dem neuen Jahr entgegengesehen.“

Die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten hatten sich Mitte Dezember auf die Schließung der meisten Geschäfte bis zum 10. Januar verständigt. Am 5. Januar wollen sie das weitere Vorgehen besprechen. (DAPD)

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