
Saarbrücken. Im Saarland wird das öffentliche Leben wegen der sich ausbreitenden Corona-Pandemie von Mittwoch an weitgehend heruntergefahren. Das kündigte der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) am Sonntag nach einer Videokonferenz von Bund und Ländern zum weiteren Vorgehen in der Pandemie an. Demnach sollen dann bis 10. Januar nur noch Geschäfte für den täglichen Bedarf wie etwa Supermärkte oder Apotheken geöffnet bleiben dürfen.
Weiter gelten werde die Kontaktbeschränkung, dass maximal fünf Personen aus zwei Hausständen zusammenkommen dürfen. Die Regelung werde bis 10. Januar verlängert. Vom 24. bis 26. Dezember seien alternativ auch neben des eigenen Hausstandes vier weitere Personen aus dem familiären Umfeld erlaubt, egal aus welchem Hausstand.
Die Präsenzpflicht an den Schulen werde bis 10. Januar ausgesetzt, sagte Hans. Es werde aber eine Betreuung in Schulen für Kinder eingerichtet, die nicht zuhause betreut werden könnten. Gesonderte Regelungen solle es für Abschlussklassen geben. Auch in Kitas solle eine Betreuung vorgehalten werden. Alle Regelungen sollen am Dienstag vom Kabinett beschlossen werden, sagte Hans.
Hans sagte, es habe zuletzt wieder ein exponentielles Wachstum bei den Infektionszahlen gegeben. Es habe eine geradezu «dramatische Wende» gegeben, mit der er so nicht gerechnet habe. Das dürfte an einer zuletzt wieder gestiegenen Mobilität in der Adventszeit gelegen haben. Daher seien weitere Schritte nötig. Bundesweit gelte zudem an Silvester und Neujahr ein An- und Versammlungsverbot, der Verkauf von Pyrotechnik werde vor Silvester deutschlandweit verboten. Ausgangsbeschränkungen blieben nur eine «ultima ratio», sagte Hans. Noch seien die Zahlen im Land nicht so hoch, dass dies nötig werde. (ddp)
© deutschland-west, 200-69/12


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.