
Saarbrücken. Das Saarland will offenbar eine Kastrationspflicht für Katzen einführen. Wie der „SR“ am Freitag berichtet, soll die entsprechende Katzenschutzverordnung kommende Woche vom Ministerrat abgesegnet werden.
Die Einführung ist demnach schon für spätestens Ende Januar geplant. Katzen dürfen dann nur noch ihr Zuhause verlassen, wenn sie kastriert, gekennzeichnet und in einem Haustierregister eingetragen sind. Im Saarland gibt es mehrere Tausend wilde Hauskatzen, berichtet der Rundfunksender mit Berufung auf den Deutschen Tierschutzbund. Viele seien krank oder unterernährt. Entwickelt sich ein „Katzen-Hotspot“, sollen Tierhalter zunächst über die folgende Kastrations-Aktion informiert werden. Tierschutzvereine sammeln dann nicht gekennzeichnete Katzen ein, kastrieren sie und chippen sie, so der „SR“ über die Pläne. Junge Tiere sollen anschließend eventuell vermittelt werden, erwachsene Katzen können zurück auf die Straße. (ddp)
© deutschland-west, 200-37/12

