Dresden: Polizei mit Großeinsatz wegen möglicher Corona-Proteste

Aufregung wegen Videos: Polizei Berlin ermittelt nach Gewaltvorwürfen bei  Corona-Demo | rbb24

DRESDEN. Die Polizei bereitet sich trotz eines von der Stadt Dresden verhängten Verbotes der „Querdenken“-Demonstration am Samstag auf einen Großeinsatz vor. Hintergrund ist die Befürchtung, dass Anhänger der Bewegung trotzdem nach Dresden reisen, um hier gegen Corona-Maßnahmen zu protestieren. Auch Gegenveranstaltungen sind geplant. Polizeipräsident Jörg Kubiessa ging am Donnerstag von einer bundesweiten Mobilisierung der „Querdenker“-Szene aus. Die Demonstration werde zudem in der Hooliganszene Sachsens und benachbarter Bundesländer sowie in europäischen Ländern beworben. Zudem rechnet die Polizei mit einem höheren Anteil von Rechtsextremisten.

„Teilnehmer von Querdenken-Versammlungen betrachten das Nicht-Tragen des Mund-Nasen-Schutzes und das Unterschreiten des Mindestabstandes als Protestform. Aufgrund bundesweiter Erfahrungen geht die Dresdner Polizei davon aus, dass auch am Samstag ein Großteil der Teilnehmer vorsätzlich gegen Auflagen und Beschränkungen verstoßen wird“, hieß es. (ddp)

© deutschland-west, 200-06/12