
Saarbrücken (ddp) – Seit diesem Montag gelten auch in saarländischen Schulen drastisch verschärfte Corona-Maßnahmen, so unter anderem uneingeschränkte Maskenpflicht.
Doch allem Anschein nach stellen die zuständigen Ministerien, das Gesundheits- und Bildungsministerium, nach und nach immer mehr Maßnahmen auf, deren Sinn und Zweck nicht mehr erkennbar wirkt.
Dabei fängt die Fragwürdigkeit bereits im Sportunterricht an: während sich die Schüler umziehen, sollen sie in den entsprechenden Umkleiden Masken tragen – sobald sie in der Sporthalle ankommen, dürfen sie diese wieder ablegen. Dann kann auch der Unterricht normal durchgeführt werden – ohne Masken, ohne Abstände. Doch auch außerhalb des Sportunterrichts zeichnen sich sinnlose Maßnahmen ab: in den Stunden müssen die Schüler einen Mund-Nasen-Schutz aufsetzen, dürfen dann aber zwischendurch zahlreich an Fenster – ebenfalls ohne Abstände. Dazu kommt, dass die meisten Schulen den Schulhof in Zonen aufteilen, welche jeweils einer Klasse zugeordnet werden – dort müssen die Schüler untereinander keine Mund-Nase-Bedeckung tragen, auch hier nicht das Abstandsgebot einhalten. Ist die Pause jedoch vorbei, müssen genau diese Schüler den gesamten Folgeunterricht mit Maske verbringen. Der Sinn dahinter schein nicht mehr ersichtlich.
Das scheint auch dem zuständigen Bildungsministerium nicht anders zu gehen: einer ddp-Nachfrage wird auffällig schmallippig ausgewichen – man müsse sich an die von Landesregierung, RKI und Infektionsschutzgesetz vorgegebenen und empfohlenen Maßnahmen halten.
Dabei sei es auch möglich, dass diese an manchen Stellen als „unangebracht“ erscheinen würden.
© ddp-digital, 200-31

