
Berlin (ddp) – Nach Recherchen des ddp-Zahleninformationsdienstes (ZID) haben die Gesundheitsämter in Deutschland binnen 24 Stunden 16.874 Neuinfektionen erfasst. Das sind 5.103 weniger, als am Vortag. Allerdings sind die Meldeketten an Wochenenden langsamer und verzeichnen somit im Durchschnitt weniger Neuinfektionen, als an anderen Tagen. Vor sieben Tagen waren 14.012 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet worden.
Die meisten Neuinfektionen meldete München mit 698. Auch am Vortag hatte die Stadt mit 485 Neuinfektionen die meisten neuen Fälle zu verzeichnen. Die weiteren Städte mit besonders hohen Zahlen sind Köln mit 571 und Dortmund mit 442 Neuinfektionen. Berlin und Hamburg werden in der Zählung nicht mitberücksichtigt, da es sich um Stadtstaaten handelt.
Bundesweite Inzidenz erstmals über 150
Die Bundesländer mit den Höchsten Infektionszahlen waren Nordrhein-Westfalen mit 4.560, Bayern mit 3.367 und Baden-Württemberg mit 2.323 neuen Fällen. 76 Landkreise haben am Samstag keine Neuinfektionen gemeldet, am Vortag waren es noch 9. Auch hier dürfte die stark abweichende Zahl dem Wochenende geschuldet sein. Über der Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche befinden sich aktuell 372 Kreise, in 275 von ihnen liegt die Zahl höher als 100.
Bundesweit sind am Samstag 76 Menschen gestorben, am Vortag waren es noch 179. Die meisten neuen Todesfälle hat es mit jeweils vier Menschen in den Landkreisen Neuburg-Schrobenhausen in Bayern und Offenbach in Hessen sowie in Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen gegeben. Die Zahl der freien Intensivbetten liegt bei 7.089, das sind etwa 25 Prozent des insgesamt verfügbaren Platzes. Zehn Prozent der Intensivbetten oder 2.839 Stück sind aktuell mit Covid-19-Patienten belegt.
Deutschlandweit haben sich damit binnen einer Woche 125.776 Menschen mit Sars-CoV-2 angesteckt. Das sind 151,2 pro 100.000 Einwohner und Woche. Erstmals ist die bundesweite Inzidenz damit über die Schwelle von 150 getreten. In den sieben Tagen zuvor waren es 104.194 Neuinfektionen (Inzidenz: 125,3) und in der Woche davor 65.856 neue Fälle (Inzidenz 79,2). Damit hat sich die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche seit der dritten Oktoberwoche zwar verdoppelt, allerdings hat das Tempo, in dem sie wächst, abgenommen.
Insgesamt haben sich nach der Zählung von des ZID seit Beginn der Pandemie 657.336 Menschen in Deutschland mit dem Coronavirus infiziert. 411.875 Menschen sind genesen, die Zahl der gemeldeten aktiven Fälle liegt bei 234.032.
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