
Trump will wegen „betrügerischen“ Wahl-Verzögerungen vor das Oberste Gericht der USA, den Supreme Court ziehen – doch das war schon vor der Wahl klar. Ein Kommentar
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+++ Trump erklärt sich zum Wahlsieger +++
US-Wahl: Trump erklärt sich zum Wahlsieger – keine offiziellen Nachweise
Washington (ddp) – US-Präsident Donald Trump hat sich während der laufenden Auszählung der Stimmen bei der US-Wahl zum Sieger erklärt. «Wir waren dabei, diese Wahl zu gewinnen. Offen gesagt haben wir diese Wahl gewonnen», sagte Trump am Mittwochmorgen (Ortszeit) im Weißen Haus. US-Medien prognostizierten allerdings noch keinen Gewinner. Rechtlich hat Trumps Siegeserklärung keine Bewandtnis. ©…
Der Ablauf der diesjährigen US-Präsidentenwahl war schon im Vorfeld weitestgehend denkbar – vor allem nicht überraschend: die Betrugsvorwürfe vonseiten des amtierenden Präsidenten Donald Trump. Doch neu ist diesmal, dass er wegen seines Verdachts gleich vor das Oberste Gericht, den Supreme Court ziehen will. Das zumindest kündigte er am Mittwochmorgen (Ortszeit) im Weißen Haus an.
Dass Trump diesen Schritt gehen wird, sollte auch nicht überraschen lassen – schließlich hatte er erst kürzlich dafür gesorgt, dass unter anderem die konservative Richterin Amy Coney Barrett es in den Supreme Court schaffte – also in das Gericht, vor welches der Präsident nun ziehen möchte.
Zufall? – Nein. Es ist wahrscheinlich kein Zufall, mehr eine logisch erscheinende Wahlhilfe – nachdem Trump die zu den Republikanern tendierende – und damit parteiisch eingenommene – Barrett in den Supreme Court brachte, wird diese ihm möglicherweise aus Dankbarkeit juristisch zur Seite stehen, ihn in seinen Wahlbetrugsthesen unterstützen.
Fazit: Ein schlauer Schachzug, Mr. Trump!
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