Berlin: Polizei kann keine Gewalt bei Demonstrationen bestätigen

Berlin: widerstand – aber keine gewalt

Berlin (ddp) – Die Berliner Polizei konnte auf ddp-Nachfrage keine besonderen gewalttätigen Ausschreitungen vonseiten der Protestanten auf der Corona-Demonstration unter dem Motto „Querdenken“ am 25.10.2020 nennen.

Demnach sei allerdings erheblicher – wenn auch friedlicher – Widerstand gegen die Staatsmacht geleistet worden. Demonstranten hätten sich vehement geweigert, Mundschutz aufzusetzen und von anderen Teilnehmern Abstand zu halten, so ein Sprecher. Ein zentrales Problem habe sich allerdings bereits zu Anfang der Versammlung gezeigt: die polizeiliche Minderheit.

Der Sprecher erklärt: „Zahlreiche Protestanten durchbrachen schon zu Beginn des Zusammentreffens die gebildeten Zusammenschlüsse der Beamten und missachteten bewusst polizeiliche Anordnungen und Aufforderungen.“

So seien die Menschenmassen ohne jegliche Einhaltung der Gesundheitsmaßnahmen und zudem unbegleitet durch die Berliner Innenstadt marschiert. Zur anschließenden Kundgebung, die für 17.00 Uhr angemeldet wurde, konnten die Protestanten jedoch nicht mehr übergehen – denn offiziell um 15.40 Uhr musste die Demonstration durch die Polizei aufgelöst werden.

Der Sprecher: „Die Auflösung führte nicht zur Räumung des Alexanderplatzes – Aufforderungen zum Verlassen der Örtlichkeit in kleinen Gruppen wurden ignoriert.“ Und weiter: „[…] gewalttätige Ausschreitungen sind jedoch nicht zu verzeichnen.“ Zuvor stürmten Beamte die Rednerbühne.

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