
Berlin (ddp-dip) – Der typische Amphetaminkonsument im Saarland ist zwischen 30 und 40 Jahre alt, männlich, ledig, lebt in städtischen Teilen des Saarlandes und konsumiert fast jeden Tag. Das sind unter anderem die Ergebnisse einer Studie der Rechtsmedizin der Universität des Saarlandes, die vom Gesundheitsministerium veröffentlicht wurden.
Das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie hatte die Studie in Auftrag gegeben. Untersucht wurden insgesamt 814 Datensätze der Jahre 2017 und 2018 von polizeilich auffällig gewordenen Verkehrsteilnehmern im Zuge von Kontrollen oder Verkehrsdelikten.
Die Auswertung habe zudem gezeigt, dass immer häufiger neben Amphetamin auch Cannabis und Medikamente wie Benzodiazepine konsumiert würden. Da diese Substanzen sich gegenseitig oft verstärken, seien die Wirkungen vor allem bei höheren Dosierungen kaum abzuschätzen.
Durchschnittlich würden bis zu zehn Jahre vergehen, bis sich Drogensüchtige externe Hilfe in Anspruch nehmen. Das erklärte Stephan Kolling, der saarländische Gesundheitsstaatssekretär und Drogenbeauftragte der Landesregierung. Saarbrücken ist einer Statistik zufolge die Amphetamin-Hauptstadt Deutschlands.
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