
Keine Frage: Klimaschutz ist wichtig, und wird seit Jahren missachtet. Die Streiks junger Menschen sind daher lobenswert. Doch auch der Sinn von geforderten Maßnahmen wie etwa CO²-Steuer, Diesel-Fahrverbote und Co. muss ersichtlich sein. Ein Kommentar
Die Forderungen nach mehr Klimaschutz sind definitiv lobenswert, denn gerade in der heutigen Zeit ist es ein zunehmendes Vermüllen des Planeten zentrales Problem der Menschen. Die Politik hinkt bei dem Thema schon Jahrzehnte hinterher, auch wenn bereits in den 80er-Jahren selbst Berühmtheiten auf den Zustand von Umwelt und Natur aufmerksam machten – nicht zuletzt Pop-Legende Michael Jackson mit seinem Earth Song, der schon im Jahr 1982 erschien.
Nun sind es die jüngeren Generationen, die mehr Klimaschutz fordern. Dabei setzen sie auf Fahrverbote für Dieselfahrzeuge, eine spürbare CO²-Steuer, autofreie Innenstädte, höhere Spritpreise und viel mehr. Doch scheint es so, als würden sie nicht besonders viel über die Folgen ihrer Forderungen nachdenken, sollten diese in die Tat umgesetzt werden.
Schließlich ist es kein Geheimnis, wie das Leben der großen Mehrheit dieser Jugend aussieht: morgens fährt Mama die Kinder die drei Meter bis zur Schule mit dem Auto, weil es regnet. Am Nachmittag wird sich erstmal von der nervenden Schule erholt, also oftmals stundenlang gezockt. Der Abend wird auf dem Sofa verbracht, sodass bequem noch schnell neue Jeans und Socken bei Amazon bestellt werden können – anschließend wird im Bett weiter gesurft, bis dann plötzlich der Akku leer ist. Doch kein Problem, der kann ja über Nacht an der Steckdose hängen.
Im Grunde genommen stammen diverse Forderungen nach mehr Klima- und Umweltschutz also von Menschen, die sich überwiegend selbst nicht daran halten. Zumeist sind es auch jene, die in den Sommerferien nicht zuhause, sondern mit dem ersten Flug nach Mallorca geflogen sind. Die Tickets zahlen die Eltern – doch wie sieht es in zehn Jahren aus? Dann werden die Klimaaktivisten wahrscheinlich selbst mit ihrer CO²-Steuer konfrontiert.


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