
Die Skepsis wächst zunehmend, auch in Deutschland: Kann man Corona-Statistiken vertrauen? Wie zuverlässig sind die Informationen? Sterben plötzlich alle Menschen an Corona? die faktentanke hakt nach.
Das Vertrauen in die Corona-Statistiken von RKI, Johns Hopkins und Co. schwächt ab, insbesondere in Deutschland. Es kommen zunehmend kritische Stimmen zum Vorschein. Die Skeptiker-Bewegung um TV-Koch Attila Hildmann ist längst nicht mehr unbedeutend – gerade nach Promi-Beitritt von Schlager-Star Michael Wendler, der sich dadurch schon kurze Zeit später erheblichen Ärger eingefahren hat. Doch wie falsch oder richtig liegen die Corona-Kritiker mit ihren Theorien?
Die Skeptiker prangern vor allem an, dass es plötzlich fast keine Grippe-Tote mehr gebe. Demnach würden alle Menschen, die einmal mit dem Virus infiziert waren, als an Sars-CoV-2 gestorbene gezählt werden – auch wenn sie etwa an überraschendem oder unentdecktem Herzversagen gestorben seien. Daher die Frage: Wer zählt als Corona-Toter?
1. Zahlen-chaos: WER GILT ALS CORONA-TOTER?
Als Todesopfer des Coronavirus‘ werden all jene gewertet, die mit dem Virus infiziert waren. Das heißt, dass zu diesen also auch all diejenigen gehören, die nicht an Covid-19 gestorben sind. Unterschiede (zwischen mit und an Corona gestorben) werden dabei nicht gemacht, auch mögliche andere Todesursachen werden nicht weiter erforscht.
Ebenso erstellen die Gesundheitsämter der Länder ihre Statistiken. Auch bei diesen Statistiken wird nicht zwischen Menschen, die mit bzw. an dem Virus gestorben sind, unterschieden. Damit sind die Zahlen nicht zwingend zuverlässig.
2. ZAHLEN-CHAOS: Stirbt denn niemand mehr an grippe?
Diese Frage ist noch immer hochaktuell und wird von Pandemie-Kritikern immer wieder gestellt: Sterben inzwischen überhaupt noch Menschen an der jährlichen Grippe? Die Antwort: Ja, und das nicht zu knapp.
Dazu muss erst einmal verstanden werden, worum es sich bei Sars-CoV-2 handelt – einen Grippevirus. Das heißt, dass alle Corona-Toten quasi auch an der Grippe gestorben sind. Somit ist jeder, der an Covid-19 stirbt, zu einem späteren Zeitpunkt wohl auch in der Statistik zu den Grippe-Toten im jeweiligen Jahr zu finden.
Die Verbindung zwischen Corona und der gewöhnlichen Grippe erklärt auch die weitestgehend identischen Krankheitssymptome nach einer Infektion. Der Unterschied: Covid-19 greift mehr Organe an und kann symptomlos verlaufen. Der ähnliche Infektionsverlauf erschwert auch die Trennung von Corona und Grippe – gerade jetzt in der Winterzeit.
Damit wird festgestellt, dass bestimmte Theorien der Pandemie-Kritiker nicht zwingend falsch sind. Gerade wenn es um statistische Zahlen und deren Zuverlässigkeit geht. (sr-ft)
© SR-ID

