Im Fall des vermissten Känguru-Babys Mila aus dem Zoo in Kaiserslautern hat die Polizei die Ermittlungsakte geschlossen. Trotz Hinweisen konnte der Aufenthaltsort des Tieres nicht geklärt werden.

Kaiserslautern (SARRE.DE) – Zumindest vorerst hat die Polizei die Ermittlungen im „Fall Mila“ abgeschlossen: Das seit Mitte August aus dem Kaiserslauterer Zoo vermisste Känguru-Baby ist bis heute nicht gefunden worden, so die Beamtinnen und Beamten. Zudem hat die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern das Verfahren wegen des Verdachts des Diebstahls eingestellt.
„Mehr als ein Dutzend Hinweise gingen bei der Polizei ein. Alle wurden überprüft, doch eine heiße Spur fand sich nicht darunter“, teilten die Einsatzkräfte mit. Hinweise seien aus dem gesamten Bundesgebiet und dem benachbarten Ausland eingegangen.
Darüber hinaus hatte eine Frau aus Niedersachsen eigens eine Hellseherin mit der Suche nach Mila beauftragt. „Auch diese Spur: kalt“, so die Polizei.
Welches Schicksal das Känguru-Baby erfahren hat, konnte nach Angaben der Einsatzkräfte nicht geklärt werden. Konkrete Hinweise auf einen Diebstahl gebe es nicht. Ebenso wenig wie darauf, dass Mila einem Wildtier zum Opfer gefallen sein könnte. Sollten sich neue Hinweise auf den Verbleib des Känguru-Babys ergeben, werden die Ermittlungen wiederaufgenommen.
Am 20. August 2020 wurde bei der Polizei in Kaiserslautern Anzeige erstattet: Der Zoo vermisste seit dem Vortag ein weißes Känguru-Baby. Noch am Vormittag hätten Besucherinnen und Besucher das etwa 30 Zentimeter große Tier mit seiner Mutter in einer Herde Kängurus gesichtet.
Eine Tierpflegerin stellte schließlich am Abend fest, dass Mila verschwunden war. Der Wert des Tiers wird nach Zoo-Angaben auf mindestens 1.000 Euro geschätzt. Zuletzt war die Belohnung für Hinweise zum Verbleib von Mila auf 10.000 Euro erhöht worden.
© SR-ID

