In Baden-Württemberg ist per Gesetz geregelt, rund 96 Prozent der Rothirschs ausrotten zu müssen – der Grund: Lebensraum für Menschen. Dagegen startet die Deutsche Wildtier-Stiftung nun eine Petition.

Stuttgart (SR) – In Baden-Württemberg regelt das Landesgesetz, dass rund 96 Prozent des Rothirschbestandes durch Jäger ausgerottet werden müssen. Den Tieren stehen insgesamt fünf Rotwildbezirke zu, somit gerade einmal vier Prozent der Landesfläche.
Dem will die Deutsche Wildtier-Stiftung entgegenwirken und startete bereits im vergangenen Jahr eine Petition zu Gunsten des Rothirschs. Mehr als 39 500 Menschen haben den Online-Antrag bisher unterzeichnet – das nächste Ziel: 50 000 Unterschriften. Die Petition endet am 31. Oktober, die Rotwildrichtlinie des Landes Baden-Württemberg läuft zum 1. November dieses Jahres aus.
Konkret fordert die Deutsche Wildtier-Stiftung:
- außerhalb der bestehenden Rotwildvorkommen grundsätzlich alle Rothirsche zu schonen, die sich entlang der Wildtierkorridore des Generalwildwegeplans von Baden-Württemberg bewegen,
- die sofortige „Legalisierung“ von Rotwildvorkommen, die bereits heute außerhalb der fünf Rotwildbezirke existierten und
- eine politische Agenda für mehr Rotwild-Lebensraum in Baden-Württemberg.
Die offizielle Internetseite „HilfdemHirsch„ bietet einen ausführlichen Überblick über die Tierschutz-Kampagne und weitere Hintergründe über den Rothirsch in Baden-Württemberg.
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