Brigitte“: Ein Sturm wütet in Europa – Deutschland am Rande betroffen

Berlin (sr) – Orkantief Brigitte tobt in Frankreich und anderen Ländern Europas. Die Windstärke in Frankreich nimmt ab, aber dafür drohen jetzt besonders an den Südalpen extreme Regenmengen. In Gondo in der Schweiz fielen innerhalb von 48 Stunden über 500 Liter Regen pro Quadratmeter.

Nach Unwettern und Überschwemmungen in der Region der südfranzösischen Metropole Nizza werden Medienberichten zufolge mindestens neun Menschen vermisst. Unter ihnen zwei Angehörige der Feuerwehr, die im Einsatz waren. Die Wetterlage beruhige sich zwar, aber es gebe erhebliche Schäden und zahlreiche Menschen, die vermisst würden, teilte der Bürgermeister von Nizza, Christian Estrosi, via Twitter mit. Innenminister Darmanin sagte nach einer Krisensitzung in Paris die Entsendung zusätzlicher Hubschrauber und Feuerwehrleute in die Region zu.

Starkregen hatte insbesondere im bergigen Hinterland von Nizza zu Überschwemmungen und chaotischen Verkehrsbedingungen geführt. Der Flughafen Nizza rief in der Nacht Passagiere via Twitter auf, wegen der Wetterbedingungen nicht zum Airport zu kommen. Rund 13 500 Haushalte in der Region waren von der Stromversorgung abgeschnitten. Medien berichteten von Dörfern, die nicht mehr erreichbar seien.  Zahlreiche Menschen wurden vor den Wassermassen in Sicherheit gebracht. Im betroffenen Département Alpes-Maritimes waren rund 850 Feuerwehrleute im Einsatz.

Ein Unwetter mit Regen und Sturm hat im Norden Italiens heftige Schäden angerichtet und nach Medienberichten mindestens einen Menschen getötet. Ein freiwilliger Feuerwehrmann starb bei einer Rettungsaktion im Aostatal durch einen umgestürzten Baum, wie die Nachrichtenagentur Ansa am Samstagmorgen berichtete.

Auch in anderen Regionen wie in Ligurien und im Piemont richteten überschwemmte Flüsse und umgekippte Bäume starke Schäden an. Mehrere Menschen wurden nach Feuerwehrangaben vermisst.  Es gab Hunderte von Noteinsätzen seit Freitagabend.

Tunnel wurden durch Wassermassen überflutet und Straßen mussten gesperrt werden. Besonders heftig traf es unter anderem die piemontesische Provinz Cuneo.

In ItalienÖsterreich und der Schweiz fällt weiter starker Regen.

AUSWIRKUNGEN AUF DEUTSCHLAND

Bei uns ist zu viel Regen kein Problem, aber der Föhnsturm soll selbst auf der Zugspitze rund 180 km/h erreichen, Ausläufer dürften in weiten Teilen Süddeutschland eine extrem milde Nacht bringen mit Tiefstwerten teilweise nicht unter 20 Grad im Allgäu, Bodenseeregion bis rauf nach Stuttgart (Föhn von der schwäbischen Alb).

Die Windspitzen in den deutschen Alpentälern sollten aber Tempo 100 nicht übersteigen.

© SR-ID