Elvis Presley: Das Leben eines Musikgenies – zum 43. Todestag

Berlin (EPA) – Heute, am 16. August 2020, ist der 43. Todestag der Rockstar-Legende Elvis Presley, dem «King od Rock’n’Roll» – und auch nach vier Jahrzehnten bleibt der einzigartige Sänger noch immer unvergessen. Die Lebensgeschichte eines Musik-Genies – in Gedenken an Elvis Presley (†42).

Elvis Presley – laut.de – Band

Elvis Aaron Presley wurde am 8. Januar 1935 in Tupelo im US Bundesstaat Mississippi, als einziger Sohn des Baumwollpflückers und Fabrikarbeiters Vernon und der Näherin Gladys Presley, geboren. Der Zwillingsbruder Jesse Garon kam, kurz vor Elvis, als Totgeburt zur Welt und wurde in einem namenlosen Grab beigesetzt. Dies erklärte die spätere tiefe Bindung zwischen Elvis Presley und seiner Mutter Gladys.

Kindheit und Jugend 1935 bis 1953

Elvis wurde am 08. Januar 1935 in ärmliche Verhältnisse geboren. Die Presleys gehörten zum sogenannten „white Trash“ einer Bevölkerungsschicht armer Weißer, die im Ansehen noch unter den farbigen Menschen in den Südstaaten rangierte. Sein Vater Vernon, der seinerzeit als Landarbeiter tätig war, verdiente nicht viel Geld, und so erblickte der kleine Elvis in einem selbst gebauten 2-Zimmer Shotgun-Haus das Licht der Welt. Die Unterkunft wurde von Vernon und seinem Bruder selbst zusammengezimmert.

Den Kredit für das Haus, über $180, hatte sich der Vater von seinem Boss geliehen. Als Vernon Presley wegen Scheckfälschung festgenommen und zu drei Jahren Zwangsarbeit verurteilt wurde, verlor er seine Anstellung und der Kredit konnte nicht mehr bedient werden. So war die Familie gezwungen, das kleine Haus zu verlassen und bei Familienmitgliedern unterzukommen. Während der Inhaftierung des Vaters, festigte sich die Bindung zwischen Elvis und Mutter Gladys weiter.

Das Geburtshaus von Elvis Presley in Tupelo

Da für teure Freizeitaktivitäten nie Geld vorhanden war und nur wenige Menschen ein Radio besaßen, scharte man sich in Gruppen vor die wenigen Rundfunkempfänger, um vor allem die Country-Stars der „Grand Ole Opry“ hören zu können.

Erster Kontakt zur Gospel-Musik

Die Presleys waren eine sehr gläubige Familie und so kam Elvis schon in jungen Jahren mit Gospel-Musik in Kontakt. Regelmäßig nahm man an Gottesdiensten in der „Assembly of God Church“ teil, in der kirchliche Musik eine wichtige Rolle spielte. Hier sang Elvis Presley schon früh und begeistert im Chor.

Eine Grundschullehrerin in der East Tupelo Consolidated School wurde auf das Gesangstalent ihres jungen Schülers aufmerksam. Sie sorgte dafür, dass der zehnjährige Elvis, im Jahr 1945, anlässlich der „Mississippi-Alabama Fair and Dairy Show“ in Tupelo, an einem Radio-Talentwettbewerb teilnahm und mit seinem a-cappella-Gesang den fünften Platz belegte und Karussellkarten gewann. Die stolzen Eltern schenkten dem Sohn daraufhin die erste Gitarre, obwohl Elvis lieber ein Fahrrad gehabt hätte.

Da die Presleys auch für Folgeunterkünfte nicht aufkommen konnten zog man zeitweise, trotz damaliger strikter Rassentrennungen, in die Armenviertel von Tupelo. Hier wohnten viele Afroamerikaner in unmittelbarer Nachbarschaft und so wurde Elvis Liebe zur Gospel-Musik weiter vertieft. Tag für Tag lernte er das Spielen der Gitarre und heimliche Ausflüge in die Nachtclubs der schwarzen Bevölkerung von Tupelo, weckten zusätzlich das Interesse für die Blues-Musik.

Elvis mit seinem Fahrrad in Tupelo 1948

Umzug nach Memphis und Neuanfang

1948 zog die Familie Presley, in der Hoffnung auf eine bessere wirtschaftliche Zukunft, von Tupelo nach Memphis, Tennessee. Nach diversen Aufenthalten in verschiedenen Pensionen erhielt man die Genehmigung, eine Wohnung in den Lauderdale Courts zu beziehen. Dieses Viertel sollte den sozialen Wohnungsbaus in der Innenstadt von Memphis fördern und Weißen, mit niedrigem Einkommen, eine adäquate Unterkunft ermöglichen.

Elvis besuchte die Humes High School und stürzte sich begeistert in das Musikleben der pulsierenden Südstaatenmetropole Memphis. Zu dieser Zeit macht der Teenager auch äußerlich eine Veränderung durch. Elvis trägt auffällige Kleidung im Stil der Afroamerikaner und längere Haare mit Koteletten. Zu den aktuelen Musikidolen zählen die Gospelquartette „Blackwood Brothers“ und die „Statesmen“. Weiter wächst auch die Begeisterung für Blues und Country und die klassische Musik. Kurz bevor Elvis Presley im Juni 1953 seinen High-School-Abschluss absolvierte, sang er bei einem Talentwettbewerb seiner Schule und belegte den 1. Platz.


ELVIS IN DER ARMY


Elvis in der U.S. Army 1958 bis 1960

Vereidigung

Zur anschließenden Vereidigung, um 16:00 Uhr, wird er von seinen Eltern, seinem Onkel Vester, seinem Freund Lamar Fike, sowie Anita Wood und Colonel Parker, sowie von einigen anderen Familienmitgliedern begleitet. Um 17:00 Uhr geht es für Elvis und seine Kameraden mit dem Bus nach Arkansas ins Fort Chaffee zum Tauglichkeitstest.

Am 25. März 1958, dem ersten Tag als Soldat, wird Elvis um 5:30 Uhr geweckt. Er erhält seinen ersten Soldscheck über $ 7,00 und unterzieht sich einem Test, der die Fähigkeiten für die Armee zeigen soll. Noch am selben Tag sucht Elvis Friseur James B. Peterson auf, der ihn von der berühmten Elvis-Tolle befreit und ihm einen militärischen Haarschnitt verpasst.

Grundausbildung

Am 28. März 1958 wird Elvis nach Fort Hood in Texas versetzt, wo die soldatische Ausbildung beim „Third Armored Division’s 1st Medium Tank Battalion“ in der „Company A“ beginnen soll. Während dieser Zeit wohnt er in einer normalen Rekrutenbaracke auf dem Stützpunkt.

Die Basisausbildung dauerte bis zum 01. Juni 1958 gefolgt vom Besuch der Schule für Panzerfahrer.

Ab dem 16. Juni wird die Ausbildung mit der Teilnahme an einer Schulung für Panzerbesatzungen vertieft. Während dieser Zeit telefoniert Elvis viel mit seiner Familie und seinen Freunden. In einem Brief an seinen Freund Alan Fortas beschreibt Elvis sein Heimweh und äußert Bedenken, dass seine Karriere nach 2 Jahren Armeezeit vorbei sein könnte. Der ehemalige Ausbilder von Elvis, Bill Norwood, erinnert sich, dass der Rockkönig oft bei Telefonaten mit der Familie in Tränen ausbrach.

Als das Basistraining am 18. Juni beendet ist wird Elvis gestattet, außerhalb des Stützpunktes zu wohnen. Er findet ein großes Haus im kleinen texanischen Ort Killeen. Dies hebt seine Stimmung, da nun seine Eltern, seine Großmutter und Freund Lamar Fike einziehen und ihm Gesellschaft leisten können.

Tod der Mutter

Als Elvis am 09. August 1958 erfährt, dass seine Mutter schwer an Hepatitis erkrankt ist und ins Methodist Hospital in Memphis eingeliefert wurde, bekommt er am 11. August eine Ausnahmegenehmigung und reist sofort an das Krankenbett seiner Mutter. Gladys Presley verstirbt am 14. August 1958 um 3:15 Uhr nachts an einem Herzinfarkt, der durch die schwere Hepatitiserkrankung verursacht worden ist. Die Beisetzung findet am 15. August im Memphis statt.
Am 25. August meldet sich Elvis in Fort Hood zum Dienst zurück.

Aufbruch nach Deutschland

Der King schließt seine Ausbildung am 12. September 1958 ab und wird im Rahmen der NATO nach Deutschland versetzt.

Am 19. September 1958 besteigt G.I. Presley einen Zug, der ihn zum „Military Ocean Terminal“ nach Brooklyn bringt. Er wird von Vernon Presley, seiner Großmutter Minnie Mae, Red West, Anita Wood und Lamar Fike am Bahnhof verabschiedet. Der Zug erreicht am 22. September 1958 sein Ziel im U.S. Bundesstaat New York. Hunderte euphorische Fans erwarten Elvis in Brooklyn bekommen ihr Idol aber nicht zu sehen, da Elvis hermetisch abgeschirmt wird.

Noch am selben Tag hält Elvis, auf dem Truppentransportschiff USS Randall, seine vorerst letzte Pressekonferenz auf amerikanischen Boden. Kurz vor Mittag legt das Schiff ab und nimmt Kurs auf Bremerhaven in Deutschland wo es am 01. Oktober 1958 eintrifft.

Rückkehr und Entlassung aus der Armee

Am 02. März 1960 betritt Elvis mit 79 anderen G.I.s ein Flugzeug in Frankfurt am Main, das sie nach New Jersey bringt. Seine Familie und die mitgereisten Freunde folgen ihm in einem Linienflugzeug.

Nach der Landung auf amerikanischem Boden – am 03. März 1960 – meldet sich Elvis, wie befohlen, in Fort Dix (New Jersey) um dort die Ausmusterung vorzunehmen. Er gibt eine letzte Pressekonferenz in Unifrom, bei der auch Colonel Parker und Nancy Sinatra anwesend sind. Nancy Sinatra wurde von ihrem berühmten Vater Frank Sinatra geschickt, um die Werbetrommel für die geplante Spezialsendung „Welcome Home Elvis“ am 26. März 1960 im Rahmen seines „Frank Sinatra Timex Special“, zu rühren.

Am 05. März 1960 wird Elvis offiziell und ehrenhaft aus der U.S. Armee entlassen. Er erhält einen letzten Soldscheck über $109,54. Der King Of Rock’n‘ Roll besteigt einen Zug, der ihn ohne Umwege nach Memphis bringt.


DER TOD DES KING


Der Tod von Elvis Presley

Die frühen Morgenstunden des 16. August 1977 verbrachte Elvis damit, sich im Kreis seiner Familie und seines Personals zu entspannen und sich nochmals mit den Details der laufenden Tour zu befassen, nachdem er nachts gegen 1:30 Uhr vom Zahnarzt gekommen war.

Gegen 8:00 Uhr zog er sich mit seiner Freundin Ginger Alden ins Schlafzimmer zurück und legte sich ins Bett, da noch am selben Tag ein Flug nach Portland, Maine anstand, wo am 17. August 1977 die nächste Show der aktuellen Tournee stattfinden sollte.

Elvis kehrt vom Zahnarzt zurück - Das letzte Foto des Rockstars
Elvis kehrt vom Zahnarzt zurück – Das letzte Foto des Rockstars

Der Tod von Elvis Presley

Da Elvis nicht schlafen konnte, zog er sich mit einem Buch ins Badezimmer zurück, um seine Freundin nicht zu stören. Als Ginger einige Zeit später wach wurde und Elvis nicht neben ihr lag, suchte sie nach ihm. Sie fand den King Of Rock ’n‘ Roll leblos und in gekrümmter Haltung auf dem Boden des Badezimmers.

Sofort wurden Krankenwagen und Leibarzt Dr. George Nichopoulos alarmiert, Freunde und Angestellte versuchten krampfhaft, erste Hilfe zu leisten. Der Notruf ging um 14:33 Uhr beim Memphis Fire Department, Station Nr. 29, 2147 Elvis Presley Boulevard ein. Dr. Nichopoulos entschied, Elvis, der zu diesem Zeitpunkt keinerlei Herzschlag mehr hatte, so schnell wie möglich in das Baptist Memorial Hospital in Memphis einzuliefern. Dort war Elvis bereits mehrfach in Behandlung gewesen und man kannte seine Krankengeschichte – zudem verfügte das Krankenhaus über eine erstklassige Notaufnahme. Dort erwiesen sich jedoch alle Wiederbelebungsmaßnahmen, selbst am offenen Herzen, als vergeblich. Gegen 15:00 Uhr wurde der Tod des Rockstars offiziell festgestellt.

Untersuchung der Todesursache

Nachdem der Tod, der auf Herzversagen zurückzuführen war, festgestellt und Elvis Vater Vernon Presley sowie der Rest der Familie informiert wurde, begann der medizinische Untersuchungsbeauftragte (Chief Medical Investor) Dan Warlick im Auftrag des staatlichen Leichenbeschauers (Shelby County Chief Examiner and Coroner) Dr. Jerry Francisco sofort mit der Untersuchung am Fundort. Am 21. Oktober 1977 veröffentlichte Dr. Francisco ein ärztliches Bulletin zum Tod von Elvis.

Ein Fremdverschulden konnte, anhand der Lage des leblosen Körpers, schnell ausgeschlossen werden. Man ging davon aus, dass Elvis den Infarkt in sitzender Position erlitten haben musste. Er richtete sich noch auf und konnte ein paar Schritt gehen bevor er zu Boden fiel. Durch den Sturz biss sich Elvis fast komplett durch die Zunge.

Die Nachricht verbreitet sich

Die Nachricht über den Tod des King verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Immer mehr Fans finden sich vor Graceland ein, da sie einfach nicht glauben können, was sie fast im Minutentakt in den Medien hören. Auch Vertreter von Funk- und Fernsehen sind vor Ort und berichten pausenlos über den Tod des Rockidols.

Vernon Presley am Grab seines Sohnes am 24. November 1977
Vernon Presley am Grab seines Sohnes am 24. November 1977

Elvis‘ Vater Vernon Presley gibt ein kurzes Interview zum Tod seines berühmten Sohnes. Er ist sichtlich schockiert und kann die ganze Situation nicht begreifen.


DIE AUTOPSIE DES LEICHNAMS


Autopsie von Elvis Presley

Nachdem Elvis am 16. August 1977 plötzlich einem Herzversagen erlag, wurde umgehend mit der Untersuchung der Todesursache und der vorgeschriebenen Autopsie begonnen. Im Auftrag des zuständigen Leichenbeschauers (Shelby County Chief Examiner and Coroner) Dr. Jerry Francisco, übernahm Ermittler Dan Warlick die Nachforschungen.

Da Warlick Fremdverschulden als Todesursache schnell ausschließen konnte, gab es auch keine Notwendigkeit für die Durchführung einer staatlichen Autopsie, ein ganz normaler Vorgang, der jedoch später von Journalisten als Hinweis auf eine Verschwörung gedeutet wurde, die wahren Hintergründe von Elvis Presleys Tod zu verschleiern.

Autopsie von Elvis Presley

Vernon Presleys Antrag auf eine private Autopsie wurde noch am selben Tag von Elvis Leibarzt Dr. George Nichopoulos bei den Pathologen des Baptist Memorial Krankenhauses eingereicht. Da das dortige Pathologieteam um Dr. Muirhead bei einem so prominenten Fall über jeden Verdacht erhaben sein wollte, wohnte der Autopsie auch das Team um den staatlichen Leichenbeschauer Dr. Francisco in beratender Funktion bei.

Man begann mit dem morphologischen Teil der Autopsie und suchte den Körper zunächst erfolglos auf äußere Verletzungen, Einstichspuren von Injektionsnadeln und ähnliches ab. Im weiteren Verlauf der Autopsie konnten schnell einige für einen plötzlichen Tod typische Erkrankungen wie Lungenembolie, ein Aneurysma, Endokarditis oder eine Blutung ausgeschlossen werden.

Autopsieunterlagen

Nachweis Krankheiten

Man fand allerdings Arteriosklerose (Systemerkrankung der Schlagadern) sowie Hypertrophie (Größenzunahme eines Organs oder eines Gewebes). Sehr auffällig war zudem der stark krankhaft vergrößerte Darm, der nicht nur erhebliche Schwierigkeiten und Schmerzen verursacht haben musste, sondern Elvis auch viel übergewichtiger erscheinen ließ, als er mit etwa 110 kg bei einer Größe von 1,80 m tatsächlich war.

Noch für denselben Abend hatten sich die Ärzte zu einer Pressekonferenz bereiterklärt, und obwohl die laufende Autopsie bis zu diesem Zeitpunkt kein eindeutiges Ergebnis vorweisen konnte und auch die Ergebnisse der Laboruntersuchungen noch nicht vorlagen, präsentierte Dr. Francisco als Sprecher des Ärzteteams den Medien die Todesursache: Herzstillstand.


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