ZDF-Sommerinterview: Kritik nach Interview mit Tino Chrupalla

Nach dem ZDF-„Sommerinterview“ am vergangenen Sonntag, bei welchem der AfD-Chef Tino Chrupalla zu Gast war, hagelt es nun heftige Kritik – vonseiten der AfD.

Berlin direkt (ZDF): AfD-Bundessprecher Tino Chrupalla lehnt ...
(ZDF)

Berlin (epa.eu) – Tino Chrupalla war bereits zu Anfang des Interviews sichtlich verärgert, worauf er den Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios Theo Koll, der das Interview durchführte, wenig später auch wörtlich aufmerksam machte. Demnach beschwerte sich der stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende über die Art und thematische Durchführung des Interviews – es sei nicht ansatzweise über derzeit relevante Themen, wie etwa Lockdown und wirtschaftliche Folgen gesprochen worden, äußert sich Chrupalla im Nachhinein.

Mit dieser Beschwerde liegt der AfD-Politiker nicht ganz falsch: Hauptstadtstudio-Leiter Theo Koll sprach in rund 20 Minuten überwiegend über die „aktuelle Selbstzerlegung der Partei“ und die auffallenden Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Partei. Dennoch rechtfertigte sich der AfD-Chef zu den gestellten Fragen – wenn dies denn möglich war und ZDF-Chef Koll dem Rechtsaußen nicht erneut ins Wort fiel.

Auch andere AfD-Politiker wurden auf das neueste ‚Sommerinterview‘ aufmerksam, das in den sozialen Netzwerken viral ging, und äußerten sich empört über den Umgang mit Parteichef Chrupalla: „Unterirdische, herablassende Interview-Führung von Theo Koll im Sommerinterview mit Tino Chrupalla“, schrieb der Stuttgarter OB-Kandidat Malte Kaufmann (AfD).

Kaufmann übt ebenfalls Kritik an dem thematischen Gesamtaufbau des ‚Sommerinterviews‘: „Lauter Interna der Partei. Fast keine Fragen zu Innerer Sicherheit, Wirtschaftskrise etc. in Deutschland“, führt er weiter aus. Lob bleibt ihm jedoch für Tino Chrupalla übrig, der die Fragen «super gekontert» habe.

© epa.eu