Corona-Demo: Berliner Polizei erwartet Tausende Menschen

Corona-Demo in Berlin ++ 500.000 Menschen angemeldet

Querdenken711" demonstriert in Berlin - Attila Hildmann darf nicht

Berlin (EPA) – Zur Demo zum «Tag der Freiheit» werden am heutigen Samstag (01.08.) mehrere Tausend Menschen erwartet, angemeldet sind sogar bis zu 500.000 Demonstranten. Allesamt wollen das «Ende der Pandemie» feiern, auch wenn die Infektionszahlen seit Tagen wieder in die Höhe schnellen und am gestrigen Freitag der Höchststand der Corona-Infektionen seit Mai bestätigt wurde.

Demnach wollen die Corona-Skeptiker gegen die Pandemie-Einschränkungsmaßnahmen – wie inzwischen an fast jedem Wochenende – erneut auf die Straße gehen. Diesmal organisiert die Demo allerdings nicht der umstrittene Vegan-Koch Attila Hildmann, da diesem zurzeit aufgrund mehrerer Strafanzeigen wegen Volksverhetzung das Recht auf Anmeldungen von öffentlichen Kundgebungen und Demonstrationen entzogen wurde.

Die Polizei erwartet bei der heutigen Kundgebung mehrere Tausend Menschen, die Organisatoren meldeten sogar eine halbe Million Demonstranten an. «Wir sind auf mehrere Tausend Menschen eingestellt, gehen allerdings nicht – wie zuvor angemeldet – von Hunderttausenden Protestanten aus», teilte ein Sprecher der Berliner Polizei am späten Freitagabend gegen über der EPA Presse-Agentur mit.

Doch einen Mann, der sich selbst als ‚Journalist‘ bezeichnet, wird auch am heutigen Samstag erwartet: Fuad Musa, der einen gleichnamigen YouTube-Kanal betreibt. Dieser hatte auf einer Corona-Demo am gestrigen Freitag für ordentliche Provokation gesorgt und die Beamten der Berliner Polizei damit dauerhaft auf Trapp gehalten. Demnach filmte er den Aufmarsch der Corona-Kritiker, als er plötzlich als ‚Nazi‘ beschimpft wurde – er selbst antwortete auf den beleidigenden Zwischenruf von Rechtsaußen Anselm Lenz mit den Worten «Anzeige, du Arsch!»

Die Polizei brachte den aufgewühlten Provokateur nur schwer unter Kontrolle, drohte ihm sogar einen Platzverweis an – davon zeigte er sich jedoch wenig begeistert. «Kommt es vonseiten des Herrn Musa erneut zu Ausschreitungen, so werden die Beamten ihm umgehend des Platzes verweisen», teilte ein Sprecher der Polizei Berlin auf EPA-Nachfrage mit.

Das Video seines provokativen Ausrasters streamte der vermeintliche Pressevertreter eigens auf YouTube. Die Reaktionen – gerade in den sozialen Medien – sind sehr gespalten.

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