infocom: Die Nachrichten am Nachmittag (30.07.2020)

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Mit Macheten hacken die Schlachter auf die Tiere ein

Eid al-Adha: 500.000 Schafe werden bei Opferfest geschächtet

Am heutigen Donnerstag (30. Juli) beginnt das islamische Opferfest, das höchste islamische Fest. Dabei soll dem Propheten Ibrahim gedacht werden, der seinen Sohn für Allah opfern wollte – schließlich jedoch ein Tier opferte. Millionen Muslime weltweit feiern das Fest bis heute. Auch in Deutschland.

Zwar ist das rituelle Schächten, bei welchem den Tieren betäubungslos die Kehle durchtrennt wird, aufgrund des Tierschutzgesetzes in Deutschland verboten. Allerdings verteilen Behörden hierzulande sogenannte ‚Ausnahmeregelungen‘, durch welche es vielen Schächtern genehmigt wird. Dadurch werden Schätzungen der Bundestierärztekammer alleine in Deutschland jährlich mehr als 500.000 Schafe unter Qualen getötet.

BGH: Kein Schadensersatz bei Diesel-Kauf nach Herbst 2015

Tausende Diesel-Kläger, die ihr Auto erst nach Auffliegen des Abgasskandals im September 2015 gekauft haben, bekommen keinen Schadenersatz von Volkswagen. Dem Konzern sei ab diesem Zeitpunkt kein sittenwidriges Verhalten mehr vorzuwerfen, urteilte der Bundesgerichtshof (BGH) heute.

Für die Karlsruher Richter gab es später keinen Grund mehr, der Abgastechnik blind zu vertrauen. Was der Einzelne von dem Skandal mitbekommen oder darüber gedacht hat, spielt keine Rolle. Laut VW sind damit rund 10.000 noch laufende Verfahren vorentschieden. (mehr dazu)

Corona: Trump kündigt mögliche Verschiebung der US-Wahlen an

US-Präsident Donald Trump hat offen mit dem Gedanken an eine Verschiebung der Wahl im November gespielt. Die Hürden für eine Verschiebung der Präsidentenwahl am 3. November sind allerdings extrem hoch, weil der Termin gesetzlich festgeschrieben ist.

Der Republikaner Trump liegt in Umfragen derzeit deutlich hinter seinem Herausforderer Joe Biden, dem designierten Präsidentschaftskandidaten der Demokraten. (mehr dazu)

‚Volksverhetzung‘: Berlin verbietet erneut Kundgebung von Atilla Hildmann

Berlin hat erneut eine Kundgebung des Verschwörungstheoretikers Attila Hildmann verboten. An der Argumentation habe sich zur vergangenen Woche nichts geändert, teilte die Innenverwaltung am Donnerstag mit.

Gegen Hildmann wird unter anderem wegen des Vorwurfs der Volksverhetzung ermittelt. Außerdem wurde das Abstandsgebot bei bisherigen Hildmann-Demos missachtet. Bislang habe sich Hildmann noch nicht gegen die Verbotsbescheide gewehrt, erklärten Innensenat und Polizei. (mehr dazu)

Corona: Historischer Konjunktureinbruch in den USA

Die Wirtschaftsleistung in den USA ist im zweiten Quartal wegen der Coronavirus-Pandemie trotz gewaltiger Konjunkturpakete dramatisch eingebrochen.

Von April bis einschließlich Juni schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) aufs Jahr hochgerechnet um 32,9 Prozent ein, wie die US-Regierung in einer ersten Schätzung mitteilte. Das war der tiefste Einbruch in einem Vierteljahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Nach der in Europa gebräuchlichen Berichtsweise im Quartalsvergleich entspräche das umgerechnet etwa einem Minus von fast 10 Prozent. (mehr dazu)

Wahlalter 16: SPD, Grüne und Linke dafür

Wahlfrage: 21, 18 und nun 16? Fünfzig Jahre nach der Senkung des Wahlalters für Bundestagswahlen von 21 auf 18 Jahre dringen viele Parteien auf eine weitere Herabsetzung.

«Ich bin überzeugt davon, dass junge Leute mit 16 sehr wohl in der Lage sind, eine verantwortliche Wahlentscheidung zu treffen», sagte Bundesfamilien- und Jugendministerin Franziska Giffey der Europäischen Presse-Agentur (EPA) in Berlin. «Wir sollten Ihnen diese Möglichkeit geben.» Unterstützung erhielt die SPD-Politikerin von den Vorsitzenden von SPD, Grünen und Linken, Saskia Esken, Robert Habeck und Katja Kipping. (mehr dazu)

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